Ein Split-Level-Haus hat gegeneinander versetzte Wohnebenen, die durch kurze Treppenläufe verbunden sind. Die Höhenunterschiede liegen häufig bei etwa einem halben Geschoss.

Zwei versetzte Wohnebenen mit einem geraden, vollständig sichtbaren Treppenlauf vom Wohnzimmer zum erhöhten Ess- und Küchenbereich.
Beispielabbildung (KI-generiert)

Was bedeutet das im Detail?

Die Wohnbereiche liegen auf unterschiedlichen Höhen. Beispielsweise befindet sich der Essbereich einige Stufen über dem Wohnzimmer; eine weitere kurze Treppe führt zu den Schlafräumen. So lassen sich einzelne Bereiche voneinander absetzen und zugleich räumlich verbinden. Die genaue Staffelung hängt vom Entwurf ab.

Bei einem Hanggrundstück kann diese Bauweise dem Gelände folgen. Die unterschiedlichen Ebenen werden dann in die Höhenlage des Grundstücks eingebunden. Die Bezeichnung Split-Level beschreibt vor allem diese Anordnung der Ebenen. Eine Maisonette ist dagegen zunächst eine Wohnung über mehrere Ebenen; daraus ergibt sich noch keine bestimmte Staffelung der Fußböden.

Was heißt das für Käufer und Eigentümer?

Gehen Sie bei einer Besichtigung die Wege zwischen Eingang, Küche, Wohnbereich, Bad und Schlafzimmer ab. Prüfen Sie dabei auch die Wege mit Einkäufen, Kinderwagen oder größeren Möbeln. Passt die Raumaufteilung heute und auf längere Sicht zu Ihren Bedürfnissen?

Achten Sie bei offenen Verbindungen außerdem darauf, wie viel Rückzug die einzelnen Räume bieten und wie sich Geräusche im Haus ausbreiten. Wenn später ein Bereich ohne Stufen erreichbar sein soll, lässt sich das aus einem Grundriss allein oft nicht beurteilen. Die vorhandenen Höhen, Treppen und Zugänge sollten dafür vor Ort aufgenommen und die Umbauideen fachlich geprüft werden.

Worauf Sie achten sollten

  • Versetzte Fußbodenhöhen und Treppen im Grundriss nachvollziehen.
  • Alltagswege zwischen den wichtigsten Räumen abgehen.
  • Rückzugsmöglichkeiten und Geräuschübertragung prüfen.
  • Künftige Nutzung und mögliche Umbauten frühzeitig mitdenken.