Das Ertragswertverfahren bewertet eine Immobilie anhand der Erträge, die mit ihr marktüblich erzielt werden können, und des Bodenwerts.

Was bedeutet das im Detail?
Von den angesetzten Einnahmen werden die Bewirtschaftungskosten nach dem verwendeten Modell berücksichtigt. Für die Umrechnung laufender Erträge in einen Wert sind unter anderem Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer wichtig. Die Immobilienwertermittlungsverordnung kennt mehrere Ausführungen des Verfahrens. Besondere Merkmale des Objekts sind zusätzlich zu beachten.
Was heißt das für Käufer und Eigentümer?
Eine hohe aktuelle Miete ist nicht automatisch dauerhaft erzielbar. Bei vermieteten Immobilien sollten daher Mietübersicht, Kosten, Leerstände, Zustand und anstehende Investitionen zusammen betrachtet werden. Das Verfahren unterscheidet sich von einer einfachen Kaufpreis-Miete-Faustformel.
Worauf Sie achten sollten
- Mieten und laufende Kosten prüfen.
- Leerstände und Investitionen berücksichtigen.
- Zinssatz und Restnutzungsdauer erklären lassen.